glasstec 2026: LiSEC Software – Digitale Prozesse vom Auftrag bis zur Auslieferung
Die Anforderungen an die Flachglasindustrie haben sich spürbar verschärft: Fachkräftemangel, steigende Kosten, kürzere Lieferzeiten und mehr Variantenvielfalt stellen Glasverarbeiter weltweit vor Herausforderungen. Ausschlaggebend ist heute das Zusammenspiel aller Prozesse entlang der Wertschöpfungskette, nicht mehr die einzelne Maschine oder Anwendung für sich. Genau da setzt LiSEC an.
Engelmann Thomas, Head of Software Product Management, im Interview zu den Software-Schwerpunkten auf der glasstec 2026.
Welche Rolle nimmt LiSEC in der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen in der Flachglasindustrie ein?
Thomas Engelmann: LiSEC entwickelt seit mehr als 30 Jahren Softwarelösungen für die Flachglasindustrie. Mit der aktuellen Produktgeneration verfolgen wir einen klaren Ansatz: volle Transparenz entlang des gesamten Material- und Informationsflusses – vom Auftragseingang über Produktionssteuerung und Logistik bis zur Auslieferung. Uns geht es dabei um mehr als nur die Digitalisierung einzelner Bereiche, wir wollen die gesamte Wertschöpfungskette Schritt für Schritt weiterentwickeln.
Wo entstehen heute die größten Herausforderungen im Produktionsalltag – und wie sollten moderne Softwarelösungen damit umgehen?
Thomas Engelmann: Meist nicht innerhalb einzelner Prozessschritte, sondern an ihren Übergängen: Informationen müssen zwischen Planung, Produktion, Logistik und Versand ausgetauscht werden, und Entscheidungen wirken sich schnell auf die gesamte Kette aus. Je stärker eine solche Schnittstelle im Arbeitsalltag spürbar ist, desto größer ist meist ihr Verbesserungspotenzial. Deshalb sollen Übergänge zwischen Prozessen für die Anwender möglichst unsichtbar werden, Informationen sollen dort ankommen, wo sie gebraucht werden, ohne Medienbrüche und doppelte Dateneingabe.
Welche Softwareentwicklungen zeigt LiSEC auf der glasstec 2026?
Thomas Engelmann: Auf der glasstec 2026 zeigen wir anhand konkreter Softwareprodukte, wie moderne Software in der Flachglasindustrie Transparenz schafft, Abläufe automatisiert und Prozesse besser miteinander vernetzt. Im Mittelpunkt stehen das KI-unterstützte Automatic Scheduling, die Optimierung von Verpackungs- und Materialflüssen sowie die Versandlogistik. Konkret zeigen wir die Produkte lis.prodplanning 4, lis.rackmgmt 4, lis.logisticscockpit 4 und lis.dispatch 4.
Welchen Beitrag leisten intelligente Assistenzsysteme zur Produktionsplanung?
Thomas Engelmann: Produktionsumgebungen verändern sich ständig: Neue Aufträge, andere Prioritäten, Engpässe und unvorhergesehene Ereignisse erfordern laufende Anpassungen. Moderne Regel- und Assistenzsysteme helfen, Ressourcen optimal zu nutzen und flexibel zu reagieren, statt starren Plänen zu folgen. Mit lis.prodplanning 4 arbeiten wir genau an dieser nächsten Generation der Produktionsplanung.
Welche Potenziale bietet die Digitalisierung in der Gestell- und Materiallogistik?
Thomas Engelmann: lis.rackmgmt 4 optimiert die Beladung der Transportgestelle auf Basis unterschiedlicher Parameter. Algorithmen berechnen auf Basis technischer, logistischer und auch kundenspezifischer Anforderungen die bestmögliche Anordnung der Glasprodukte. lis.logisticscockpit 4 übernimmt darauf aufbauend die automatisierte Be- und Entladung per Roboter. So wird Logistik zum integrierten Bestandteil des gesamten digitalen Materialflusses.
Wie setzt sich der digitale Materialfluss bis zur Auslieferung fort?
Thomas Engelmann: Mit lis.dispatch 4 reicht die digitale Prozesskette bis in die Versandlogistik hinein. Weil die relevanten Informationen durchgängig verfügbar sind, lassen sich Transporte effizienter planen und Lieferungen zuverlässiger abwickeln. Das schafft die Grundlage für eine höhere Liefertreue und besseren Kundenservice.
Was ist die langfristige Vision von LiSEC?
Thomas Engelmann: Uns treibt weniger das einzelne Produkt an als die Frage, wie wir die Herausforderungen im täglichen Produktionsalltag lösen können. Statt starrer Pläne entstehen adaptive Prozesse, die sich flexibel an neue Rahmenbedingungen anpassen. So können Unternehmen die Potenziale eines durchgängigen digitalen Material- und Informationsflusses nutzen und ihre Produktivität wie auch Liefertreue nachhaltig steigern.
Welche Eindrücke sollen interessierte Gäste nach ihrem Besuch am LiSEC Messestand mitnehmen?
Thomas Engelmann: Dass die Zukunft der Flachglasindustrie dort entsteht, wo Informationen ohne Barrieren fließen und Mitarbeitende durch intelligente Assistenzsysteme unterstützt werden. Mit unseren aktuellen Softwareentwicklungen zeigen wir auf der glasstec 2026, wie diese Vision Schritt für Schritt Realität wird, von der adaptiven Produktionsplanung bis zur zuverlässigen Auslieferung beim Kunden.
LiSEC Software auf der glasstec 2026:
- KI-unterstütztes Automatic Scheduling mit lis.prodplanning 4
- Intelligente Gestelloptimierung mit lis.rackmgmt 4
- Automatisierte Be- und Entladung mit lis.logisticscockpit 4
- Durchgängige Versandlogistik mit lis.dispatch 4














